Was ist SELBST-REALISIERUNG?

Was ist SelbstRealisierung?

Selbstrealisierung – Ein Erklärungsmodell

Selbstrealisierung ist das alldurchdringende Erkennen des Bewusstseins von “ Ich bin, der ich binich bin auch Gott„. Nicht die menschliche Identität wird realisiert, sondern das Bewusstsein des Menschen (die Seele) erkennt sich selbst und beantwortet sich dadurch die Urfrage „Wer bin ich?“.

Der Mensch erlebt die SelbstErkennung seiner Seele als Erfahrung der Selbstrealisierung und wird sich dadurch seines natürlichen Wesens (Geistwesen) bewusst. Von nun an lebt der Mensch in einer völlig neuen, nicht-mehr-getrennt-von-seiner-Seele Realität.

Ein möglicher Weg:

Damit sich die Seele selbst realisieren kann, braucht es die Erlaubnis des Menschen. Nur der Mensch kann als der erfahrende Anteil der Seele die Lösung von Anhaftungen, Überzeugungen, Prägungen usw. erlauben und an die Seele übergeben. Der Mensch spürt in seinem Bewusstsein falsche Identifikationen auf, erlaubt die Lösung dieser und führt sie so in seinen Wesenskern (Seele) zurück.

Dieser Weg in die Selbstrealisierung ist somit immer wieder eine Realisierung von „was bin ich und was bin ich nicht“…es ist die Erlaubnis einer Schälung, bis irgendwann der wahre Kern erscheint und dieses Erscheinen dann die volle Bewusstwerdung veranlasst.

Der Weg in die Selbstrealisierung ist völlig natürlich, da jeder Mensch (jedes Bewusstsein) die Lösung nach der Frage:“ WER BIN ICH?“ sucht. Es gibt viele unterschiedliche Wege zur Selbstrealisierung.

So lange jedoch der Mensch eine Identität (völlig egal, wie sich diese Identität definiert) als Antwort auf diese Frage (Wer bin ich) kreiert, so lange wird das eigene Bewusstsein an diese Identität gefesselt sein und der wahre Kern bleibt verschleiert.

Was verändert sich durch die Selbstrealisierung ?

Zuvor war das Bewusstsein an viele, viele, viele Definitionen gebunden. Ich bin das, ich bin dies, Ahnen, Massenbewusstsein, Identitäten, Rollen, Machtspiele, an eine „eigene“ Geschichte, Zeit, Raum, Körper, Verstand usw. Jede einzelne Bindung an etwas (anscheinend außerhalb liegendes) kann als starr und fest bezeichnet werden.

Hier sehen Sie die Bindung des Bewusstseins (Ich bin) an verschiedenen Formen (Definitionen). Die Pfeile zeigen die Starrheit in der Bindung und ebenso die Kommunikation zwischen der Form und dem Bewusstsein.

So lange die Bindung besteht, bekommt das Bewusstsein immer und immer wieder die Info, dass es die Definition ist. Ja, das Bewusstsein hält sogar die Definition für sich selbst und somit am Leben, es macht die Definition erst real! Immer und immer wieder! So erschaffen Sie immer wieder die gleiche, eingeschränkte Realität!

Der Mensch bemerkt irgendwann eine Leere in sich… er wacht auf! Nach und nach entdeckt er die Bindungen seines Bewusstseins an „unterschiedliche“ Definitionen (Überzeugungen). Er beginnt die Aufdeckung der falschen Bindungen. Er entdeckt, was er nicht ist!

Die Bindungen an die Definitionen werden gelöst, indem der Mensch diese Lösung erlaubt und der Seele (dem eigenen Selbst) die Integration der Definition übergibt. Nach und nach dehnt sich der Mensch in sein Bewusstsein aus und sinkt in sein wahres Wesen ein.

Der Mensch entlarvt nun seine letzte Identität, die des spirituellen Suchers bzw. die der Persönlichkeit, die nach Selbstrealisierung strebt und gibt auch diese Entdeckung an seine Seele ab.

Wird dann zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt die Klarheit der eigenen Seele wach, übernimmt die Klarheit das Aufdecken verbliebener Bindungen an Definitionen. Der Mensch erfährt nun einen intensiven Klärungsprozess, in dem alte Schichten frei gegeben werden. Die Klarheit seiner Seele trägt den Mensch von nun an in Wellen in die Erfahrung der Selbstrealisierung seiner Seele. Die Seele erkennt ihre Erleuchtung und der Mensch erfährt so gleich dieses Bewusstsein, sein Leben wird niemals mehr so sein wie „zuvor“.

Sind die Bindungen an die Definitionen freigegeben, verlieren diese ihre machtvolle Wirkung auf das Bewusstsein. Sie werden nun vom Bewusstsein als „eigenes Kind“ erkannt und sind somit Teil des eigenen Seins. Erinnerungen an die Definitionen bleiben im Bewusstsein erhalten. Doch von nun an kann sich das Bewusstsein in allem, was in ihm auftaucht, in voller Tiefer erfahren, da es sich an nichts mehr bindet und seine absolute Unabhängigkeit realisiert hat… Nun ist es frei in der Erfahrung seiner Selbst. Im Menschen ist es still, es gibt keine Kämpfe und Widerstände mehr. Bezugspunkt für das Leben, ist nun nichts mehr im „Außen“, sondern immer das eigene lebendige Wesen.

Der Mensch erfährt eine stille, freudvolle Versorgung aus seinem Wesen und kann nun sein Leben in einfachem Sein genießen.